Forster Klaudia
Angebot
IfS – FrauennotWohnung
Teilnehmer
Klaudia Forster
Erfahrungen

"Diese Woche gehört in meiner bisherigen Persönlichkeitsentwicklung zu den tollsten Erfahrungen."

Brückenschlag vom 22.09. – 26.09.2008 

Die neue Führungskräfteentwicklung der Sparkassen und Erste Bank baut auf fünf Kernkompetenzen auf. Eine hiervon ist Eigenwahrnehmung & Lernen. Im Rahmen dessen ist auch die Teilnahme an der Initiative Brückenschlag möglich. Darüber hinaus hatte ich ein großes persönliches Interesse an diesem Projekt.

Ein erstes Kennenlernen der IfS FrauennotWohnung begann bereits in einem Vorgespräch mit der Leiterin und meiner Betreuerin Tanja Kopf vor Ort in einer freundlichen und angenehmen Atmosphäre. Dabei wurden die Ziele für die Woche definiert. Mit der Frage „Was ziehe ich an?“ und mit etwas Unbehagen, was in dieser Woche wohl wirklich auf mich zukommen möge, startete ich am 22.09.2008 für eine Woche als Praktikantin in Jeans und T-Shirt.

Ich wurde von Tanja und ihrem Team sehr offen und herzlich empfangen. Die Einblicke und Aufgaben in dieser Woche waren sehr praxisnah und vielseitig: Informationen über die Strukturen im IFS, die Möglichkeit als Beobachterin bei zahlreichen Beratungsgesprächen sowie bei Teamsitzungen dabei zu sein, aber auch Klientinnen eigenverantwortlich zu Bankterminen und zur Schuldenberatung begleiten zu dürfen. Dabei haben mir auch die Klienten - für mich überraschenderweise – recht rasch ihr Vertrauen geschenkt. Daneben auch tolle und interessante Gespräche mit den Mitarbeiterinnen sowie die Teilnahme an einer Hausversammlung. Das Kennenlernen eines alltäglichen Journaldienstes rundete meine Woche ab.

Ein Highlight dieser Woche war die Einladung der Frauen zu einem Mittagessen mit selbstgemachter Suppe und –gebackenem Brot und dem einzigartigen musikalischen Nachtisch. Darüber hinaus die Möglichkeit sich abseits des sonstigen beruflichen Alltags auf Menschen ohne Zeit und Raum einlassen zu können.

In den scheinbar so unterschiedlichen Welten von Wirtschaftsbetrieben und Sozialeinrichtungen habe ich doch sehr viele Parallelen erlebt. Sei es in Bezug auf meine Arbeit im Personalbereich oder auch zu der Funktion eines Kundenberaters in einer Bank. Beispielsweise: Absolute Vertraulichkeit, die Verwaltung nimmt stark zu, Fluktuation der Mitarbeiter, Mischung des Beraterteams in Bezug auf das Alter, Erfahrungsaustausch ist wichtig, Schnittstellenproblematik im Unternehmen usw.
Unterschiede sehe ich für mich - abseits der zur Verfügung stehenden Mittel - in einer noch klareren Kommunikation, besseren Konfliktfähigkeit und noch stärkerem ressourcenorientiertem Arbeiten des IfS Teams.

Mitgenommen habe ich ein paar neue Lebensweisheiten – wie „Die Summe des einzelnen ist mehr als ein Ganzes“ oder „Ein Kind ist nicht, es verhält sich und ist ein Gradmesser für seine Umgebung“, aber auch die Vorteile eines Praktikantenstatus. Ausserdem hat mir das Umfeld durch Feedback und Reflektion dieser Woche meine persönlichen Fähigkeiten, aber auch persönlichen Lernfelder widergespiegelt. 

In meiner täglichen Arbeit versuche ich wieder verstärkt auf das Coaching zurückzugreifen, d.h. bei Problemlösungen die Betroffenen verstärkt einzubinden, sie „denken machen“ und somit in ihrer Eigenverantwortung zu stärken. Die wertschätzende und dennoch klare Gesprächsführung der Beraterinnen, auch in schwierigen Situationen, hat mich vor allem beeindruckt.

Insgesamt war es für mich eine sehr interessante, spannende und beeindruckende Woche. Tanja leistet mit ihrem Team professionelle und tolle Arbeit. Der sehr wertschätzenden Umgang mit Klienten und die absolut neutrale Haltung in der Beratung und Begleitung - sicher nicht immer ganz einfach - waren stets spürbar.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Tanja und ihr Team, die mir einen sehr hohen Praxisbezug und tolle Gespräche ermöglicht haben, sowie den Klientinnen für das geschenkte Vertrauen.


Klaudia Forster
Leiterin Personalabteilung
Sparkasse Bregenz Bank AG
10.11.2008

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